Warum ist kostenlos nicht gleich umsonst?

März, 28, 2017

Immer wieder werde ich gefragt, warum die Autonomes Trading Webseite kostenlos ist. Vergleichbare aktuelle Börsenbriefe welche vor allem auch Unabhängigkeit versprechen sind aber selten kostenlos. Im Umkehrschluss dürfte eine kostenlose Seite ohne Werbung usw. doch auch nichts Wert sein.

Wobei ich das "unabhängig" bei den üblichen Börsennews sehr kritisch betrachte, da immer ein Zusammenhang mit Interessen von bereits Investierten Börsianern, Börsenemmitenten und entsprechenden Nachrichten besteht. Im Haftungsausschluss wird auf diesen Zusammenhang höflichst darauf hingewiesen, obwohl diesen effektiv nur unsere Abmahnanwälte erklären können. Ja wir haben sogar den Effekt, dass in unserer Zeit häufig wegen effektiven Informationsmangels bei zunehmender Informationsgeschwindigkeit zutreffende News über RSS-Feeds einfach kopiert, verpackt oder fehlinterprätiert werden.

Wer sich schon einmal sich richtig im „Kostenlos-Internet„ nach News bemüht hat, wird schnell erkennen, Inhaltlich alles das Gleiche und vor allem Umsonst gibt’s nicht. Irgendwo steht immer ein Premium oder ein Verkauf von Abbos, oder sogar das passende Wertpapier zu den News.

Wer keine Zeit, oder nur wenig Möglichkeit hat sich umfassend mit den Börsengeschehen zu beschäftigen, dem wird natürlich eine große Bandbreite in der Informationswelt geboten. Und möchte man einen wirklich guten Börsenbrief buchen, so kostet das gerne einen Betrag um die 300€ für ein Jahresabo. Alternativ geht es zum Zeitschriftenhändler und kauft sich wöchentlich für den gleichen Betrag eine Anlegerzeitschrift der freien Wahl was vom Prinzip und Inhaltlich auf das gleiche hinaus läuft.

Möchtest Du damit den Markt zu schlagen? Dann wünsche ich erst einmal viel Glück. Ich werde auch nicht darüber viel diskutieren ob und wie so etwas zur Schieflage führt. Ich kann Dir aber nur empfehlen dass Du diesen Fehler nicht machen solltest. Fakt ist, dass 80% aller aktiven Anleger schlechter abschneiden als der Vergleichsmarkt und dabei langfristig ihre Kohle verbrennen. Egal ob mit oder ohne Infos. Nun es handelt sich bei den Nachrichtenschreibern also um vermeintliche Profis, welche eben den ganzen Tag nichts anderes im Kopf haben, die richtige Aktie zum richtigen Zeitpunkt mit passenden News zu empfehlen. Auffällig dabei ist dass es häufiger zu Kaufempfehlungen und absolut selten zu Verkaufsempfehlungen kommt. Ist dann eine der Kaufempfehlung zufällig ein Treffer, so wird dies als super tolle Leistung zellibriert, die restlichen Verlustpositionen werden verschwiegen.

Nun, warum solltest Du mit der Information eines teueren Börsenbriefes oder einer Zeitschrift den Markt schlagen können.

Ich denke die Frage hat sich schon aufgrund der Konstellation bereits von selbst beantwortet.

Was mich angeht, ich lese diese Zeitschriften eigentlich sehr selten oder eher aus Langeweile im Urlaub und hab noch nie so ein dubioses Börsenabo abgeschlossen. Was ich jedoch persönlich gerne mache: Ich schau mir die Titelblätter zwecks Interesse im Zeitschriftenladen an. Da steht z.B. "Wie lege ich 100.000€ richtig an", und jetzt kommt’s noch dümmer: "mit diesen Aktien werden Sie zum Millionär" Natürlich überfliege ich gerne diese journalistischen Produkte eher zum passiven Lesen, doch eine vernünftige Anlageentscheidung kann keiner aus diesen Hypes entwickeln. Eines haben die Informationsmedien gemeinsam. Sie werden schön verständlich in Texte verpackt sind immer Vergangenheitsorientiert und ohne Timing. Was nützt dir die Aussage "hätten Sie diese Aktien gekauft, so wärst Du Millionär oder „Der Markt ist deshalb gestiegen weil dies und das viel besser als gedacht“ .... " alles hätte, hätte Fahrradkette"

Und sollte einer der superschlauen Börsentexter tatsächlich den heiligen Gral der Börsenweisheiten gegessen haben, warum tut er sich das täglich an und gibt Empfehlungen für seinen mickrigen Kleingeldlohn nahe am Harz4 Level? Er müsste ja selbst längst die dicken Millionen kassiert haben und bräuchte sich doch nicht mit Grammatik und Rechtschreibung verbiegen. Und warum flattern dir Hochglanz Prospekte mit ach so guter Performance deiner Bank genau beim Höchststand eines Assets entgegen? Die könnten ja aufgrund der massigen Liquidität Ihre Empfehlungen auch selbst mit dickem Gewinn kaufen und verkaufen?

kurz die Antwort: Die wollen alle nur dein Bestes, dein Geld.

Glaube mir, ich würde liebend gerne eines dieser ganzen Aktien kladderadatsch Börsenbriefe lesen, fabrizieren oder noch besser gleich einen mit dicken Gewinn abbonieren. Einmal um den Globus und die kompletten Märkte herum, hin und her, rauf und runter. Nur das kostet viel Zeit, viel Geld und Nerven und geht in die Hose. Kein Mensch auf dieser Erdenkugel wird dir guten Gewissens etwas empfehlen können.

Am Liebsten wäre es mir sogar ich könnte innerhalb kurzer Zeit meine Bankgeschäfte aufgrund von solchen Einschätzungen erledigen. Doch das ist ein Wunsch und absolut unmöglich, sogar im Internetzeitalter geht das nicht und wird es auch nicht geben.

So viel zum Hintergrund warum es diese Seite weiterhin kostenlos aber nicht umsonst als gebührenpflichtigen Börsenbrief geben wird:

Es gibt jedoch noch andere und positive Gründe:

Ein unvorstellbar inspirativer Bereich bei dem ich eine Menge Ideen aus allen möglichen beruflichen Disziplinen vereine und ständig dazu lerne. Spannend bleibt auch das sich ständig entwickelnde Netzwerk. Egal ob es bekannte Berühmtheiten sind oder eher stille zufällige Beobachter oder aktive Trader oder einfach nur Kontakte aus dem Social Network handelt. Dies ermöglicht mir den Zugang zu vielen neuen Denkweisen und der Entwicklung von Börsensystemen. Seien es bereits bekannte und erprobte Erkenntnisse oder nur vielversprechende und erfolglose Systeme welche ich teste. Und müde bin ich bei Systementwicklung noch lange nicht geworden.

Alleine wäre ich natürlich nicht auf so viele Börsenideen gekommen. Bedanken möchte ich mich insbesondere persönlich für die Unterstützung bei unserem.

Nik, Thomas, Fritz, Klaus, Tobias, Sascha, Georg…. und viele weitere kommen noch dazu.

(die Echtnamen werden von mir natürlich niemals veröffentlicht)

Nun wir duzen uns zwar alle, was aber nicht bedeutet: wir haben uns auch ziemlich gerne.