Behavioral

Die Behavioral Finance lehrt uns, dass sich der einzelne Akteur und damit die Kapitalmärkte selbst irrational verhalten. Dieses irrationale Verhalten der Markteilnehmer macht zukünftige Entwicklungen kaum verlässlich prognostizierbar. Emotionen sind jedoch Bestandteil von verbreiteten Anlagestrategien und haben schädliche Auswirkungen auf die Performanceentwicklung.

Das Börsensignal folgt einem System, dessen Grundprinzip auch bei aktuellen Hedgefonds verwendet wird. Ziel des Systems ist die Vorhersage der wirtschaftlichen Entwicklung gemessen am Bruttosozialprodukt (GDP), welches je nach „behavioral“ eingeschätzt wird.

Grundsätzlich soll keine Entwicklung von Aktienkursen vorhergesagt werden, eine Korrelation (Gleichlauf) des Bruttosozialprodukts mit den Einschätzungen von Einkaufsmanager (PMI) ist jedoch statistisch nachweisbar. Mit dem Wissen einer mittelfristigen Entwicklung des Bruttosozialprodukts können Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der Märkte erfolgen.

Als Leistungsvergleich verwende ich die jährliche Rendite eines fiktiven Anlegers, der seit 1990 aufgrund der Signale des Börsensignal entweder immer denIndex gehandelt hätte. Ein Index-Anleger (buy+hold) hätte seit 1990 eine jährliche Rendite von 0 bis 8% (im Mittel 5%) in Euro erzielt.

Dem steht eine Systemrendite der Systeme im Mittel von 15% gegenüber.

Ein maximaler Rücklauf (Drawdown) konnte durch diese Methode bis auf 1/3 reduziert werden.

Exemplarisch wurden die Short Phasen bei fallenden Marktphasen berechnet. Langfristig wird jedoch nicht empfohlen eine Geldanlage mit Short-Produkten zu realisieren.

Eine Kombination aus vier Indikatoren:
Arbeitsmarkt

Der inländische Arbeitsmarkt hat einen entscheidenden langfristigen Einfluss auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Markant ist jedoch hier, dass dieser häufig eher nachwirkend (leaging) wirkt. Wenn der Arbeitsmarkt im Vergleich zu den Vormonaten an Dynamik gewinnt, so wird dies positiv mit einem Punkt bewertet. Befindet sich der Arbeitsmarkt jedoch in einem Extrem hohen Niveau, so wird er aufgrund der verfügbaren Arbeitskräfte an Dynamik verlieren, was ein Warnsignal erzeugt.

 

Einkaufsmanager

In den industrialisierten Ländern werden monatlich Einkaufsmanager über Ihre Einschätzung (Behavioral) der zukünftigen Entwicklung befragt. Insbesondere über Lagerbestände, Arbeitsmarkt und Investitionen. Daraus wird der Einkaufsmanagerindex (PMI) errechnet. Wenn der Index im Vergleich zu den Vormonaten an Dynamik gewinnt, liegt so wird dies positiv mit einem Punkt bewertet.

 

saisonale Ratio

Die Monate Mai bis September zählen statistisch zu den schlechtesten Monaten für Aktien. Sind Einkaufsmanagerdaten gerade sehr desolat, so kommen weitere Crashmonate in die Bewertung.

 

Ultimo

Der Ultimo ist ein sehr einfaches Instrumentarium zum Monatswechsel. Ich hab einmal zufällig beim Kurslesen eine Anomalie bemerkt, dass in der letzten Handelswoche des Monats (Ultimo) der Verlauf des nächsten Monates beeinflusst ist. Je größer ein Index kapitalisiert ist umso stärker wirkt sich dieser Effekt aus. Wir sprechen nur von Wahrscheinlichkeiten und hier liegt diese bei ca. 0.6 bis 0.7 Ein Grund ist vermutlich das "frisieren" von Performanceleistungen von einzelnen Mitarbeitern der Hedgefonds. Vlt. auch wenn z.B. in der letzten Monatswoche die Performance nicht richtig gepasst hat, dann wird einfach im nächsten Monat das Risiko hochgefahren. Verluste/Gewinne korrelieren indirekt zu den Kursen.

 


Die Kombination

Die demokratische Mehrheitsentscheidung der vier Signale ergibt das eigentliche Signal oder das Börsenbarometer.

Signale kleiner gleich eins führen zu einem Exit. Signale größer zwei führen zu einem Entry. Signale mit dem Stand zwei führen zu keiner Veränderung.



Die Rendite

Die Rendite für den DAX-Anleger des Börsenbarometers wäre bei jährlichen 15 Prozent gelegen, die Rendite für den Nasdaq-Anleger bei 14 Prozent.

 



Ampelsystem

Das Ampelsystem gibt an, ob es derzeitig sinnvoll ist im Aktienmarkt investiert zu sein. Um die Signale leicht verständlich darzustellen, gilt folgendes schematisiertes Ampelsystem:

Wechselt dieses auf       Sell    , so ist dies als Exit Signal zu werten.

Anschließend geht dann das Signal auf       Out     . Das System bleibt uninvstiert.

Wechselt das Signal von Sell, Out auf      Buy     , so werden neue Positionen eingegangen.

Nach Buy wechselt dieses auf     Hold   , halten nach Buy.

Prognose Signale (prediction) dienen nur als Hinweis für einen möglichen Wechsel.

Auch wenn ein Monatssignal bereits vorab eine Signaländerung anzeigt, wird dieses erst zum Beginn des Monats gehandelt.

Die Signale werden nur      Long      berechnet.

Die Signale werden zum close am ersten Börsentag zum Monatsanfang bewertet. Es erfolgt eine demokratische Abstimmung aller Signale ob es eine Systemveränderung gibt.

Die Monatssignale zeigen häufig Monate- bzw. Jahrelang keine Signalveränderung.

Anlageuniversum

Auf eine Empfehlung entsprechender Anlageprodukte wird in dieser Studie verzichtet.

Die Studie basiert lediglich auf einer Berechung von Indexpunkten.

In dieser Studie sind keine entsprechenden Hebelprodukte, besonderen Moneymangmentsysteme oder Risikomanagmentvorgesehen.

Grundsätzlich erachte ich ungehebelte und kostengünstige ETF´s welche den Index nahezu ähnlich abbilden als sinnvolles Instrument.

ETF-Liste

Das in den Tabellen dargestellten System stellt lediglich eine Studie eines Handelssystems dar. Es dient dem Nachweis einer langfristigen Betrachtung nach dem System und stellt keinesfalls eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung oder Beratung in der Zukunft dar. Die Tabelle darf nach belieben des Nutzers weiterverwendet, ergänzt oder veröffentlicht werden. Es sind die Urheberrechte Dritter dem DAX, DOW etc. zu beachten. Die Tabellen sind nach den mir zugänglichen Daten aus dem Internet zusammengestellt worden. Die Daten und Tabellen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ebenso habe ich nicht die Richtigkeit der Daten aus der Vergangenheit überprüfen können.

Auf die Nutzungsbedingungen im Haftungsausschluß wird hingewiesen.